Montag, 16. Dezember 2013

[New Music] Beyonce Knowles verändert die Musikindustrie mit dem Release Ihres neuen Album "BEYONCÈ"!

Beyonce Knowles hat mit ihrem neusten Projekt die Musik-Welt verändert und ihre Strategie setzt ungeschriebene Gesetze außer Kraft. „BEYONCÈ“ wurde ohne Ankündigung veröffentlich. Keine Presse-Informationen, keine Single im Radio, kein Videos im Musikfernsehen, nicht mal ein Anzeichen von ihrer Seite in einem Interview. Aber die Kritiker, die gesagt haben, dass es sich in schlechten Albumverkäufen niederschlagen wird und dieses Album absolut unkommerziell ist, werden eines Besseren belehrt. Ihr neues Album hat einen Rekord gebrochen, der von One Direction gehalten wurde, die zuletzt in den meisten Ländern auf der Erde die Chartspitze der iTunes-Album-Charts besteigen konnten. Aber Beyonce hat die Jungs von 1D mit 104 Ländern übertroffen (Sie ist in allen Ländern, in denen es veröffentlicht wurde auf Platz 1 gelandet). Dazu kommen die Meldungen, dass Beyonce an zwei Tagen über eine halbe Millionen Alben in den USA verkauft hat. Das ist so viel wie kein weiblicher Superstar in 2013 in einer ganzen Woche verkauft hat. Doch warum hat Beyonce das Business verändert? Wir sagen es euch hier:




Allein mit mit den ersten Stunden seit dem Release ergattert Beyonce offiziell die No.1 der Billboard Top 200 kurz vor Weihnachten. Die Chartwoche endet in Amerika am Sonntag, wobei in Ländern wie Deutschland Beyonce genau am Tag der neuen Chartwoche (Freitag) herausgebracht hat. Es wird also spannend zu sehen, wie sich „BEYONCÈ“ bei uns in den Charts schlägt. In der Vergangenheit hatte Beyonce zwar einen Superstar Status in Deutschland, aber ihr letztes Album verschwand sehr schnell aus den Charts und Hits konnte sie ebenfalls nicht mehr kommerziell landen. Doch 2013 hat sich  das Blatt komplett gewendet für den Housten-Star, denn ihre Mrs. Carter Tour ist mit 122 Shows eine der erfolgreichsten Tourneen, die es jemals auf der Welt gab. Mit über 2 Millionen Dollar pro Show gehört sie zu den Schwerverdienern im Business. Beyonce durfte die Halbzeitshow des Super Bowl bestreiten, war überall auf der Welt auf Plakaten und in den Medien zu sehen mit ihren Kampagnen von H&M und Pepsi und veröffentlichte eine Dokumentation über ihr Leben, die ein Einschaltquoten-Hit wurde. Jeder hat gemeckert, dass sie in der Präsenz dieses Medien-Hypes nicht ihr neues Album veröffentlicht. Jeder hat den Kopf geschüttelt und nicht verstanden, was Mrs. Carter vorhatte. Zuletzt gab es immer wieder Gerüchte, dass ihr Album nicht gut genug war und deshalb verschoben wurde. Aber wie wir seit Freitag wissen, die Strategie war immer eine ganz andere.



Musik ist immer noch eine Form der Kunst und heutzutage werden die kreativen Grenzen dieser Kunst nur wenig ausgenutzt. Immer wieder gleiche Platten mit gleichen Konzepten und immer gleich klingenden Songs. Von dem konservativen Konzept „Single – Album – Tour“ wurde kaum auch nur allzu weit abgewichen. Zunächst wird eine Single veröffentlicht, die dann auf das neue Album aufmerksam machen soll. Ein Album-Release Day wird aufwendig inszeniert und hochbezahlte Marketing-Kampagnen gehen mit der Veröffentlichung eines Albums einher. Man fragt sich manchmal, ob es noch um Musik geht oder nur die Vermarktung eines Stars und eines Images in den Medien.  Doch dann kommt Queen B, wie sie von ihren Fans („BeyHive“) genannt wird, und verändert die ganze Musikindustrie an einem Tag. Platten-Labels hätten wohl immer die Hände auf dem Kopf zusammengeschlagen, wenn ein Künstler von ihnen verlangt hätte, das neue Album ohne Werbung und ohne Vorankündigung zu veröffentlichen. Jeder hätte ein kommerzielles Desaster erwartet. Aber Columbia Music und Beyonce schreiben Geschichte mit der Veröffentlichung von „BEYONCÈ“. Die Medien-Präsenz am Tag der Veröffentlichung war so gewaltig, dass ihr Name über auf den sozialen Netzwerken, in den Medien und den Nachrichten zu hören war.


Eine Marketing-Strategie, die sich von allein getragen hat, weil Beyonce Wege gegangen ist, die so noch niemand gegangen ist.  In einem Trailer zum neuen Album trifft sie den Nagel so hart auf den Kopf: Sie beschreibt den Musikmarkt mit den Worten, dass die meisten Leute keine Alben mehr kaufen, den meisten geht es nur um eine Single, die sie sich kaufen und dann interessiert das Album nicht weiter. Bereits die ersten Chart-Updates zeigen, dass es doch anders geht. Auch in England erreicht Beyonce nach nur zwei Tagen die Top 5 der Charts mit beeindruckenden 68.000 verkauften digitalen Alben. Beyonce ist dankbar in der Zeit aufgewachsen zu sein als Michael Jacksons „Thriller“ ganze Familien zusammen vor den Fernseher gebracht hat, um das neue unglaubliche Musikvideo zu sehen. Musik als ein gesellschaftliches und soziales Ereignis. Aber eben nur deshalb, weil die Musik und die Musikvideos so gut waren, dass sie jeder gefesselt hat. Heutzutage müssen Albumverkäufe mit Skandalen in den Medien gesteigert werden. Beyonce möchte mit ihrem fünften Studioalbum das Geschäft wieder verändern und ihr visuelles Album mit 14 Songs und 17 Videos kann in der ersten Woche nur exklusiv auf iTunes als Ganzes gekauft werden. Es geht nicht um den einen Song, sondern um das komplette Album. Die Veröffentlichung einer Single und die normale CD, sowie alle anderen Downloadportale folgen dann eine Woche nach dem Release. 


Diese Vermarktungsstrategie wird weitreichende Folgen in Zukunft haben. Sicherlich werden sich einige Nachahmer finden, die auch diesen Weg gehen wollen. Ob jeder Artist wirklich im Stande ist ein komplettes Album zu verfilmen und am ersten Tag der Veröffentlichung mit als DVD zu verkaufen, bleibt natürlich fraglich. Gerade Newcomer haben hier ein wesentlich kleineres Budget. Aber das Wichtige an diesem historischen Tag ist, dass Beyonce sich lossagt von all den schlechten Nachrichten, dass niemand mehr Alben kaufen will. Sie möchte sich nicht durch Spotify, illegalen Album-Leaks und andere Streaming-Angebote die Albumverkäufe kaputt machen lassen. In Zukunft wird es sicherlich häufiger Alben geben, die es nur als gesamtes Paket zu erwerben gibt. Dieser Schritt geht wieder mehr in die Richtung, als man noch CDs gekauft hat. Die Singles konnten als EP oder Maxi-Single gekauft werden. Einzelne Songs, die keine Singleauskopplung waren, konnten nur auf dem Album erworben werden. Das Album als gesamtes Konzept steht wieder mehr im Fokus und nicht nur der einzelne Song, der als Single veröffentlicht wird. Das beeindruckende Phänomen, dass sich nach Veröffentlichung von "BEYONCÈ" beobachten ließ, dass selbst ohne Promotion Rekorde gebrochen werden können, ist sicherlich Konsequenz daraus, dass Beyonce hier einen bahnbrechenden Weg gegangen ist. Man kann ihr nur dafür danken. -SR-

Kommentare:

  1. Beyonce räumt mächtig ab! Nachdem bekannt geworden war, dass "Beyonce" das meistheruntergeladene Album innerhalb einer Woche ist, gelingt ihr nun auch der direkte Einstieg auf Platz 1 der amerikanischen Billboard Charts. Das macht sie zur ersten und einzigen Frau die es schafft ihre 5 (!!!) ersten Studioalben an der Spitze zu platzieren!

    Respekt übrigends wie schnell ihr zum überraschenden Release einen umfangreichen Artikel aus dem Hut gezaubert habt!

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  2. Vielen Dank Memmnon! :)

    Sie hält den Rekord mit DMX. Also gute Chancen, dass sie alleinige Rekordhalterin wird mit dem nächsten Album!

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